c/o Bürgerhaus Wilhelmsburg, Mengestr. 20, 21107 Hamburg, Germany

040 - 42 88 25 - 137 info@f-b-w.info

Zirkus macht stark

Ein heruntergefallener Ball ist immer ein Zeichen von Fortschritt.

FINNIGAN (ein Jonglierlehrer aus den USA)

 

Seit 2013 wird der Zirkus Willibald durch Bundesmittel des Programms „Kultur macht stark / Zirkus macht stark“ gefördert.

So konnten vier Gruppen an vier verschiedenen Standorten etabliert werden: Neben der Trainingsgruppe im Bürgerhaus gibt es eine Trainingsgruppe in der Honigfabrik, eine im Haus der Jugend und eine in der Schule auf der Veddel.
Die Gruppen treffen sich wöchentlich.

Da der Text relativ lang wird, wenn man die einzelnen Gruppen und dann deren Wirkung beschreibt wäre die Frage, ob man die Beschreibung der Gruppen als Unterpunkte aufführt oder als Links, die auf eine neue Seite weisen …. also ich klicke auf Bürgerhaus und dann öffnet sich eine neue Seite mit Beschreibung der Gruppe und Foto …. gleiches für die restlichen drei Gruppen … Text würde dann nach Beschreibung der Gruppen weitergehen (habe jetzt alles was verlinkt werden könnte in kursiv gesetzt)

Das habe ich gemacht, die Texte gehen auf verlinkte Seiten, Lisa

 

Derzeit wird in allen Gruppen kontinuierlich am Thema „Reise“ gearbeitet, jedoch sind die einzelnen Gruppen in der Umsetzung und Ausgestaltung des Themas autonom. Am Ende des Gesamtprojekts „Zirkus macht stark“ wird eine Aufführung stehen, bei der sämtliche vier Gruppen ihren erarbeiteten Teil zum Thema darbieten und die in das Jubiläumsprogramm zum 25jährigen Bestehen des Zirkus Willibald eingebunden sein wird.

Logo-Zirkus-macht-stark

Fast alle teilnehmenden Kinder aller Gruppen kommen aus schwierigen sozialen Verhältnissen und fast alle haben einen migrantischen Hintergrund. Mit unserem offenen Zirkusangebot wollen wir soziale, persönliche und praktische Kompetenzen fördern. Neben Kompetenzen wie Teamgeist, Konflikt- und Kommunikationsfähigkeit, Fairness, Verantwortungsbereitschaft und Respekt soll es auch um personale Kompetenzen wie Selbstbewusstsein, Selbstverantwortung, Belastbarkeit und Eigeninitiative gehen. Auch methodische Kompetenzen wie prozessorientiertes Denken, Organisationsfähigkeit und Kreativität wollen wir durch die Trainingsphase vor den Aufführungen und durch die gemeinsame Entwicklung von Aufführungskonzepten anstoßen. Wichtig ist uns hierbei, dass allen Kindern Erfolgserlebnisse verschafft werden. In jedem Schuljahr kommen neue Kinder hinzu, während die älteren entweder die Gruppe verlassen, oder zum Beispiel an einem berufsvorbereitenden Schulprojekt im Bereich Veranstaltungen (ZEBRA) teilnehmen, welches seit Schuljahresbeginn die Trainingseinheiten begleitet und die diversen Aufführungen unterstützt.

ZEBRA-Logo-2014

Stellprobe, Kinderzirkus Willibald, Schule auf der Veddel, HamburgUm voneinander zu lernen und sich auszutauschen besuchen sich die Kurse gegenseitig und führen sich ihre Kunststücke vor, sie treten gemeinsam auf und lernen verschiedene Orte ihres Stadtteils kennen. In diesem Zusammenhang wurde deutlich, wie wenig örtlich flexibel die meisten Kinder sind und wie wichtig es deshalb ist, die Kurse weiterhin in den Stadtteil hinein zu öffnen.

Vermehrte Auftritte im Stadtteil haben in den letzten Jahren zu einer größeren Präsenz geführt, die zum einen motivierend für die einzelnen Kinder und zum anderen wertvoll für das Knüpfen von neuen Kontakten waren. So konnte und kann zum Beispiel mittlerweile ein fremdfinanzierter zusätzlicher Kurs in einer Flüchtlingsunterkunft angeboten werden und es sind kontinuierliche Kooperationen mit zwei Wilhelmsburger Senioreneinrichtungen entstanden. Hier haben wir mit unseren Auftritten vor Ort erreicht, dass die Bewohner*innen die Kinder in anderen Rollen wahrgenommen haben, in ihren Stärken und eben nicht als nervende und zu disziplinierende Wesen. Diese Erfahrungen haben auch dazu geführt, im Bürgerhaus ein Projekt mit Schüler*innen und dementen Menschen zu initiieren. Die Projekte von Zirkus macht stark weisen so zusätzlich weit über die Zirkusarbeit mit Kindern im engeren Sinne hinaus und in den Stadtteil hinein.